| Auf einen Blick | |||
| Kältemittel mit Tradition und Zukunft | |||||||||
| Natürliche
Kältemittel haben Tradition – vor allem in der Lebensmittelproduktion
und -lagerung werden sie schon seit über 130 Jahren eingesetzt. In jüngerer
Zeit sind neue Einsatzbereiche zum Beispiel im Bereich Sport- und Freizeit hinzugekommen.
Durch technologische Weiterentwicklung und Innovationen haben sich natürliche
Kältemittel für Anwendungsbereiche in zahlreichen Branchen als wirtschaftliche
und sichere Lösung etabliert. Auf Grund ihrer ökologischen Nachhaltigkeit
empfehlen sich diese Anlagen als zukunftsfähige Kältetechnik. Wirtschaftlich am bedeutendsten und seit langem erfolgreich im Praxiseinsatz sind die natürlichen Kältemittel Ammoniak und Kohlendioxid sowie Kohlenwasserstoffe wie zum Beispiel Butan oder Propan. Noch in der Entwicklung sind Anlagen, die mit Wasser oder Sauerstoff arbeiten. |
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| Die Natur als Entwickler | |||
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Alle
natürlichen Kältemittel kommen auch ohne menschliches Einwirken in den
Stoffkreisläufen der Natur vor - deshalb "natürlich". In Abgrenzung dazu stehen synthetisch erzeugte Kältemittel. Es können zwei Gruppen unterschieden werden: 1. FCKW und H-FCKW (Fluor-Chlor-Kohlen- wasserstoffe), die ein Ozonabbaupotenzial aufweisen, und 2. FKW und H-FKW (Fluor-Kohlenwasserstoffe), die zwar kein Ozonabbaupotenzial haben, dafür aber ein zum Teil erhebliches Treibhauspotenzial besitzen. |
| Konkurrenzlos beim Klimaschutz | |||
| Vor
dem Hintergrund weltweiter Anstrengungen für Klimaschutz richtet sich ein
verstärktes Interesse auf die natürlichen Kältemittel. Da sie im
Gegensatz zu synthetischen Kältemitteln nicht zum Abbau der Ozonschicht beitragen
und entweder keinen oder nur einen wesentlich geringeren direkten Einfluss auf
den Treibhauseffekt haben, sind sie unter Klimaaspekten konkurrenzlos. Durch die
hohe Effizienz von natürlichen Kältemitteln ist auch ihr Beitrag zum
indirekten Treibhauseffekt gering - was zum Beispiel durch Vergleichsrechnungen
nach der TEWI (Total Equivalent Warming Impact)-Methode bestätigt wird. |
| Für kluge Rechner: ökonomisch nachhaltig | |||
| Auch unter wirtschaftlichen Aspekten rechnet sich der Einsatz natürlicher Kältemittel. Die Kältemittel selbst sind sehr preisgünstig, was sich bei der Erstbefüllung einer Anlage, aber auch unter dem Aspekt von Leckageverlusten positiv auf die laufenden Kosten auswirkt. Darüber hinaus sind natürliche Kältemittel hocheffizient - Ammoniak ist das anerkannt effizienteste Kältemittel überhaupt - und der Energiebedarf einer Anlage entsprechend gering. Hinzu kommt, dass ihre Entsorgung kostengünstig ist. Die Annahme, dass die Investitionskosten für Anlagen mit natürlichen Kältemitteln grundsätzlich 10 bis 20 Prozent höher liegen als bei Anlagen mit synthetischen Kältemitteln ist falsch und muss relativiert werden. Je nach Art und Umfang der Anlage können tatsächlich Mehraufwendungen entstehen - umgekehrt können dem aber auch Kostenreduzierungen entgegenstehen. Ganz entscheidend ist aber der Aspekt der Betriebskosten - hier schneiden Anlagen mit natürlichen Kältemittel sehr gut ab. Bei einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung über mehrere Jahre haben sie dann oftmals die Nase vorn. Als Gründe sind neben den geringeren Kosten durch Leckagen, der geringere Wartungsaufwand sowie der - insbesondere bei industriellen Anlagen - niedrige Energieverbrauch zu nennen. Natürliche Kältemittel sind sehr effizient, was zu niedrigen Betriebskosten führt. Hinzu kommt die relativ preisgünstige Entsorgung von natürlichen Kältemitteln am Ende der Laufzeit einer Anlage. |