Eine Ammoniak-Kälteanlage kühlt bei einer Verdampfungstemperatur von -22 Grad Celsius den Kälteträger Glykol auf -15 Grad Celsius ab. Anschließend wird dieses durch ein Rohrleitungssystem von 100 Kilometern Länge transportiert, das unter der einen Meter dicken Schneeschicht durch den Hallenboden verläuft. Zusätzlich speist der Glykol-Kreis die 29 Luftkühler in der Hallendecke, die die Temperatur in der Skihalle während der Betriebszeiten auf -1 bis -2 Grad Celsius halten. Nach 24 Uhr senken die Aggregate die Lufttemperatur auf -8 Grad ab, um die Produktion der 30 Tonnen Neuschnee zu ermöglichen, die jede Nacht stattfindet. Dabei wird Wasser über einen Kaltwassersatz auf 1 Grad Celsius abgekühlt und anschließend zu den Schneekanonen gepumpt. Das Herzstück der Kälteanlage bilden drei Schraubenverdichter von Grasso. Dank eines Computerkontrollsystems kann die Leistung der Verdichter exakt an den Kältebedarf angepasst und ihr Energieverbrauch so reduziert werden. Weitere Energiesparpotenziale realisiert zudem die Isolation, die die Skihalle zu einer riesigen Kühlbox macht. Mit fünf Meter dicken Wänden gewährleistet sie, dass die erzeugte Kälte im Gebäude bleibt und die Halle kostengünstig auf Minusgraden gehalten werden kann. Dadurch machen die Energiekosten weniger als zehn Prozent der gesamten Betriebskosten aus.
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