Die zum Heizen und Kühlen erforderliche Energie wird aus dem Abwasser eines nahe gelegenen Klärwerks gewonnen, das eine Energiequelle mit einem Potenzial von 266 Millionen kWh Abwärme pro Jahr darstellt. Die Kälteleistung der Wärmepumpe beträgt 4,3 MW, die Heizleistung 5,6 MW bei 62 °C Austrittstemperatur. Rund 50 % der Heizenergie werden dabei dem gereinigten Abwasser des Klärwerks entzogen; weitere 30 % stammen aus der Abwärme des Gebäudes und der technischen Anlagen. Wenn keine Raumwärme gebraucht wird, wird die Abwärme der Kältemaschine über das gereinigte Abwasser rückgekühlt. Das ist besonders im Sommer der Fall, wenn die vielen automatisierten Anlagen zur Briefsortierung eine Kühllast von 4,9 MW erfordern.
Das gesamte Ammoniak-System ist auf einer Grundfläche von rund 70 m² installiert. Drei Sabroe-Kolbenverdichter dienen der Kälteerzeugung auf der ersten Stufe bei einer Verdampfungstemperatur von 5 °C und einer Verflüssigungstemperatur von 30 °C. Im Wärmepumpenbetrieb verdichten fünf Sabroe-Hochdruckkolbenverdichter das Ammoniak und erzeugen eine Temperatur von 65 oC. Die Hochdruckflüssigkeit wird unterkühlt und zweistufig über den Zwischendruckbehälter expandiert. Der Leistungskoeffizient (Coefficient of Performance, COP) beim Heizen wurde ohne Unterkühler mit 4 kalkuliert.
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